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Vom Content Creator zum Content Curator dank User-generated Content

Zum Berufsleben gehören ständiges Lernen und Weiterbildung einfach dazu. Umso wichtiger für
die wissensvermittelnden Abteilungen und Personen ist es, die entsprechenden Informationen
relevant, aktuell und zugänglich zu halten. Das kann mitunter extrem aufwändig werden. 

Hier kommt das Kuratieren von Inhalten ins Spiel. Lassen Sie uns einige Fragen dazu betrachten,
die erklären, warum Content Curation wichtig für die Zukunft von Learning & Development (L&D)
Abteilungen sein kann.

5 Fragen – 5 Antworten

1. Was ist Content Curation? Und wie bereichert es Ihre Learning-Strategie? 

Als Content Curation (deutsch: Kuratieren von Inhalten) bezeichnet man das Zusammentragen,
Aufbereiten und Veröffentlichen von Inhalten, die man nicht selbst erstellt hat. [Quelle: Ryte Wiki]

„Nicht selbst“ beschreibt hier: Außerhalb der L&D-Teams. Ob die Inhalte dann von extern – oder
noch besser: von allen Kollegen – kommen, muss jedes Unternehmen für sich selbst überlegen.

Aber die Definition von Content Curation basiert auf jeden Fall auf der Relevanz für Unternehmen,
Kollegen und Lernende.

Man kann dabei das Kuratieren von Inhalten als eine Übung sehen, um die relevantesten Inhalte
zu bestimmten Themen kontinuierlich zu finden, zu filtern (zu gruppieren, zu organisieren) und zu
teilen und sie den Lernenden über die geeignete Plattform (Intranet, Online-Tool, Portal)
anzubieten. Hier bietet SlidePresenter einzigartige Lösungen.

• Finden des besten Inhalts aus mehreren Quellen
• Filtern nach Relevanz
• Teilen mit der richtigen internen Zielgruppe zur richtigen Zeit über die richtige Plattform
• Mehrwert erzeugen mit Kommentaren, Kontexten oder Querverweisen

Content Curation bietet dabei einzigartige Vorteile und verleiht Ihrer Lernstrategie Schlagkraft.

Aggregiert aussagekräftigen Inhalt

Sie sammeln und organisieren alle in Ihrem Netzwerk verfügbaren Informations-Ressourcen und 
ermöglichen es den Lernenden so, auf alle Inhalte über eine einzige Plattform zuzugreifen.

Steigert die Qualität 

Normalerweise werden die Inhalte von Experten aus den L&D-Teams erstellt. Nun erleichtern
entsprechende Systeme es heutzutage aber jedem, Lerninhalte und wichtige Wissensbausteine
für die Kollegen selbst zu produzieren. Dies wirft nicht nur einen neuen Blick auf die Wissensqualität
innerhalb des Unternehmens. Mit dem richtigen Prozess stellen Sie zudem sicher, dass
den Kollegen nur relevante und kontextbezogene Inhalte präsentiert werden.

Motiviert Mitarbeiter 

Content Curation ermöglicht Mitarbeitern, für ihren Beitrag, ihr Wissen und ihr Engagement
anerkannt und belohnt zu werden.

Bietet die Grundlage für das „Lernen als Kontinuum“ 

Darüber hinaus wird durch die Einbeziehung sozialer Komponenten ein konstantes Engagementmodell geschaffen – wie Foren, Diskussionen, Fragen/Antworten – das die Zusammenarbeit auf
Peer-Ebene eingänglich fördert.

Es findet ein Umdenken statt, die richtigen Wege zu Informationen zu finden und Inhalte
auszutauschen (Community of Learning-Ansatz). Zudem werden enge Beziehungen zwischen
Experten und Kollegen aufgebaut.

 

2. Warum es Sinn macht, eine Strategie zur Content Curation zu haben? 

Es gibt viele Faktoren, die sich ziemlich schnell ändern – Geschäftsdynamik, Konkurrenz, globale
wirtschaftliche Veränderungen und Druck auf die Schulungsbudgets. Andererseits steigen die
Erwartungen der Lernenden kontinuierlich.

Daher müssen L&D-Abteilungen über die aktuellen Ansätze hinausdenken, um Schulungen
anzubieten und Optionen zu prüfen, die ihre aktuelle Lernstrategie erweitern oder unterstützen
können.

Traditionelles Lernen konzentriert(e) sich hauptsächlich auf formale Präsenzschulungen, die
üblicherweise über eine begrenzte Anzahl von Tagen pro Quartal oder Jahr stattfinden. Viele
Unternehmen sind mittlerweile zu Blended Learning – also einem Mix aus Präsenzveranstaltungen 
und eLearning – übergegangen. Oftmals entsprechen die verwendeten Formate aber nicht der Art
und Weise, wie Lernende gerne lernen würden.

Was wirklich helfen würde, ist die Einführung von „Lernen als Kontinuum“, bei dem die Lernenden
diese Lernreise als einen wesentlichen Bestandteil ihrer monatlichen, wöchentlichen oder gar
täglichen Planung betrachten.

Diese „Kultur des kontinuierlichen Lernens“ in einem Unternehmen zu verankern, ist ein
schwieriges Mandat. Hier passt Content Curation hervorragend zur Aufgabe.

Indem die relevantesten Informationen zur Verfügung stehen, diese einfach gefunden und
konsumiert werden können und den Lernenden die Flexibilität gegeben wird, die Informationen
zu teilen und weitere hinzuzufügen, können Sie den erforderlichen Gedankenwechsel hin zum 
„Lernen als Kontinuum“ bewirken.

• Einfach finden

• Einfach konsumieren

• Informationen teilen

• Wissen selbst hinzufügen

Content Curation ist weder mit formalen Schulungen verbunden, noch wird sie diese ersetzen.
L&D-Abteilungen können diesen Ansatz jedoch sehr effektiv nutzen, um nicht nur formale
Schulungen zu unterstützen, sondern auch eine Kultur des kontinuierlichen Lernens zu schaffen.

 

3. Welchen Wert hat Content Curation für Lernen? Und wie kann die Content Curation-Strategie

das Lernmodell 70/20/10 unterstützen? 

Wir alle sind mit dem Lernen vertraut. Das Modell 70/20/10 ist ein häufig verwendeter Ansatz, um
es zu definieren. Während formales Lernen nur 10% unseres Lernens ausmacht, konzentrieren
sich die meisten Organisationen überwiegend genau hierauf.

Auf der anderen Seite stehen soziales Lernen oder Lernen von anderen, was 20% unseres Lernens
ausmacht. Sowie 70% erfahrungsbezogenes Lernen durch schwierige Aufgaben und berufliche
Herausforderungen. Die beiden letzten Punkte (20% und 70% werden von Unternehmen oft
ignoriert oder jedenfalls nicht in den Mittelpunkt gestellt.

Während formales und strukturiertes Lernen immer seinen Platz im beruflichen Kontext haben
wird und sicherlich benötigt wird, müssen wir auch seine Grenzen beachten.

Wie oft würden Sie sich beim Learning Management System (LMS) anmelden, um eine bestimmte
Information zu suchen, die Sie gerade im Job benötigen?

Content Curation orientiert sich an der Art und Weise, wie Lernende lernen möchten. Den Wert
beim Lernen kann man so zusammenfassen:

Konzentriert 

Content Curation richtig gemacht hat die Dynamik, die Informationen zu liefern, die die Lernenden
wollen.

Kontinuierliche Wertsteigerung 

Durch fortlaufende Beiträge der Lernenden wird der Content Pool ständig erweitert.

Soziales Lernen und Leistungsgewinn 

Die Informationen werden mehr Kollegen erreichen, denn sie erreichen die Lernenden in dem
Moment, in dem sie sie suchen und brauchen.

Die Lernkultur verändern 

Im Laufe der Zeit werden Sie eine Lernkultur schaffen, die dem Thema „Lernen fürs Leben –
Lernen als Kontinuum“ entspricht.

 

4. Was sind die Vorteile von Content Curation für Lernende? 

Der Lernende muss nicht mehr durch eine Vielzahl von Inhalten aus LMS
(Learning-Management-System), Portalen, Intranets, Wikis, sozialen Foren, Newsfeeds
und Suchergebnissen pflügen, um qualitativ hochwertige Inhalte zu finden.

Die Lernenden fühlen sich dazu ermutigt, selbst wertvolle Inhalte zu erstellen und zu teilen.

Der Content Ersteller erhält für seinen Betrag Anerkennung und Lob.

 

5. Wie steigert die Strategie zur Content Curation den Wert von L&D-Teams? 

Wir haben alle jederzeit Zugang zu wertvollen Informationen, googeln jedoch zum Zeitpunkt der
Not erneut. Sehr oft haben wir keine Zeit, durch den Ozean der Informationen zu waten, um
herauszufinden, was am relevantesten ist.

L&D-Teams können hier eine entscheidende Rolle spielen. Sie schaffen mit Content Curation
einen Mehrwert, um diesen Moment der Not anzugehen.

Was können Sie tun:

• Identifizieren Sie geeigneten Content (bringen Sie Ihr Fachwissen ein)

• Stellen Sie den Kontext her, um die Relevanz und Verwendung hervorzuheben
(fachkundige Anleitung)

• Halten Sie den Content aktuell und relevant: Alles, was die Lernenden wissen müssen, ist
da draußen. Aber nicht jeder ist bereit oder in der Lage, es zu finden. Hier können L&D-Teams
wirklich einen Mehrwert schaffen – nämlich wirklich guten Content zu finden und diesen ständig
zu aktualisieren

• Stellen Sie mit der Plattform den einen Ort zur Verfügung, auf dem alles Wissen geteilt
und kuratiert wird

• Unterstützen Sie Ihr Unternehmen bei der Kostensenkung und gleichzeitigen Steigerung
der Agilität

• Erschaffen Sie eine umfassenden Ressourcenbank für die häufige und dauerhafte
Nutzung

• Fördern Sie Innovation, kontinuierliches Lernen und kollektive Intelligenz

Während des Aufbaus der Plattform haben L&D-Teams die Möglichkeit, ihr Fachwissen
aufzubauen und vor allem zu präsentieren. Und SlidePresenter hilft Ihnen dabei, dies in die
Tat umzusetzen. 

Wissenstransfer von Mitarbeitenden für Mitarbeitende

Employee-generated Content

Von Employee-generated Content bzw. Employee-driven Learning spricht man, wenn Unternehmen ihre Fach-Expert:innen befähigen, ihr Wissen festzuhalten und zu teilen. Die Vorteile dieses digitalen Wissenstransfers von Mitarbeiter:innen für Mitarbeiter:innen sind so groß, dass Unternehmen an diesem Thema nicht vorbeikommen. Wie Sie Employee-generated Content erfolgreich in Ihrem Corporate Learning einsetzen können sowie zahlreiche Best Practices unserer Kunden finden Sie hier.